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Fahrpreise

Neue Tarife: Flensburger Schüler fahren billiger Bus

Neue Tarife: Flensburger Schüler fahren billiger Bus
Quelle: sh:z, Flensburger Tageblatt vom 06.06.2009

Neue Preise der Flensburger Busbetriebe kommen Vielfahrern und Familien zugute: Tummel-Ticket und Schülermonatskarten werden billiger. Der Einzelfahrschein kostet jedoch 10 Cent mehr.
In zwei Schritten will die Verkehrsgemeinschaft Flensburg aus Afag und Aktiv-Bus den Preis für die Schülermonatskarte um vier Euro senken. 29,50 statt 31,50 Euro kostet das Ticket ab 1. August, ab 1. Januar 27,50 Euro. „Der Schleswig-Holstein-Tarif wird im Schnitt um 3,2 Prozent angehoben. Unsere Preissenkung von 12,7 Prozent kommt also gegen den Trend“, betont Uwe Möser, Geschäftsführer der privaten Afag. Druck der städtischen Politik für eine günstigere Schülerbeförderung sei Hauptgrund für die seit drei Monaten geplante Reduzierung gewesen.
Um 2,50 Euro (6,1 Prozent) billiger wird auch die übertragbare Monatskarte „Tummel-Ticket“: Statt 41 Euro kostet sie ab August 38,50 Euro. Die Seniorenmonatskarte für 37,50 Euro und das Job-Ticket (38 Euro) werden aus dem Programm genommen. Ihre bisherigen Käufer müssen das Tummel-Ticket nehmen. „Für 50 Cent bzw. einen Euro bekommen die Fahrgäste durch die Übertragbarkeit mehr geboten“, sagt Paul Hemkentokrax, Chef der Stadtwerke-Tochter Aktiv Bus. Außerdem könnten „Tummel“-Inhaber an Sonn- und Feiertagen einen Erwachsenen und zwei Kinder gratis mitfahren lassen. Senioren-Jahreskarten und Job-Ticket als Jahreskarte bleiben erhalten.
Die Schülermonatskarte und das Tummel-Ticket sind nach Angaben von Hemkentokrax mit Anteilen von 23 bzw. 17 Prozent an den insgesamt 12 Millionen Busfahrten pro Jahr die meistverkauften Fahrscheine. An dritter Stelle (10 Prozent) folgen die Streifenkarten für Erwachsene, bei denen alles beim Alten bleibt.
Mit dem neuen Tarifsystem wollen die Busbetriebe Vielfahrer binden und neue Fahrgäste gewinnen – „auch im Hinblick auf den Klimapakt“, sagt Möser. Die Zahl der verkauften Tummeltickets soll von 22 500 auf 35000 pro Jahr steigen.
Aufgefangen werden soll die Vergünstigung durch die Preiserhöhung für Einzelfahrscheine, die mit 1,70 Euro zehn Cent teurer werden. Und durch Einstellung der „politisch gewollten, aber wenig nachgefragten“ (Möser) Junior-Streifen und Sparzeitstreifen, für die dann keine Druck- und Verwaltungskosten mehr anfallen. Die Streifen für Kinder hätten 2008 nur ein knappes halbes Prozent aller Fahrten ausgemacht; bei den Sparzeitstreifen habe der Anteil seit 1989 bei 1,5 Prozent gelegen. Mehrkosten und -einnahmen des neuen Systems würden sich die Waage halten, sagt Möser. „Haltbar“ sei es jedoch nur, wenn Personal- und Dieselkosten nicht wesentlich steigen. „Wir hoffen, dass die Flensburger uns die Tarife danken und viel Bus fahren.“